gallenblog

Entries Tagged as 'Allgemein'

Internetzugang

Juli 6th, 2009 · 3 Kommentare

Leider hat nicht jeder steuerzahlende Bürger unseres Landes das nötige “Kleingeld”, um sich einen Internetzugang leisten zu können.

Obwohl Gemeinden und Städte mittels Steuerausgaben dies fördern. (Bsp. Open-wireless für St. Gallen, Glasfasernetze etc.).

Wer seinen Anbieter wechseln will, steht vor einem kostenintensiven Verfahren.

Es gibt kaum ein Anbieter, bei dem man Internet ohne Telefonanschluss haben kann. Auch wenn die Handykosten billiger sind als der Festnetzanschluss.

Wer also nicht gerade gleichzeitig Telefon- und Internetanschluss bestellt hat, die eine Mindestkündigungsfrist von einem Jahr haben, zahlt bei Anbieterwechsel entweder das eine oder das andere während mehreren Monaten doppelt.

Aber in unserer Microvolkswirtschaft muss man sich nicht wundern, wenn immer weniger Anbieter den ganzen Markt unter sich aufteilen und es kaum Wettbewerb gibt. Die Zeche dh. die hohen Kosten dieser Marktkonzentration (Oligopole und Monopole) zahlt dann der Kunde ohne Möglichkeiten sich zu beklagen. (Beklagen kann man sich schon, nur nutzt es nichts, weil der  Anbieter immer am längeren Hebel sitzt).

Meine Blogeinträge werden darum in den nächsten Wochen etwas seltener, da ich auf das Verständnis von Verwandten und Bekannten angewiesen bin, dass diese mir ihren Internetanschluss kurzzeitig zur Verfügung stellen.

Der Zugang zu Information scheint auch in der Schweiz immer mehr nur noch das Privileg von Reicheren zu sein.

Ansonsten verweis ich auf meine älteren Beiträge, die immer noch sehr lesenswert sind und kaum an Aktualität verloren haben. (siehe Tagwolke rechts unten)

Tags: Allgemein

Lizenz zum Kinderhüten

Juli 4th, 2009 · 1 Kommentar

Mein Kommentar zum Blogartikel von J. Fehr Nationalrätin SP: JFehr

Und verheiratete Eltern können weiterhin schalten und walten wie sie wollen.

Verbringt das eigene Kind die ganze Freizeit vor dem TV oder Computer, kommt ständig zu spät zur Schule, macht seine Hausaufgabe nicht, schlägert, mobbt, hat Übergewicht etc. ist das ein Problem der Gesellschaft/Schule aber kaum der Eltern.

Statt dass der Staat ständig Feuerwehr spielt und Symptombekämpfung betreibt, sollte endlich das Tabu mangelnde Erziehungskompetenz von Eltern angegangen werden.

Statt Kinder und Jugendliche zu bestrafen, sollten deren Eltern in obligatorische Erziehungskurse geschickt werden.
Das nötige pädagogische Fachwissen, über das scheinbar nur noch der Staat verfügt, kann man auch Eltern vermitteln.

Die Selbstverwirklichung von Eltern und die daraus entstehenden zusätzlichen Steuereinnahmen sind jedoch heutzutage wichtiger als gesunde, kompetente, selbstbewusste, sozial starke Kinder.

Respekt vor den Bedürfnisse von Kindern ist kaum vorhanden.
Oder wer frägt sie, was sie wollen.
Ob sie lieber mit Mami oder Papi auf dem Quartierspielplatz wollen oder alleine in die Spielgruppe.
Ob sie das Mittagessen lieber mit der Familie einnehmen wollen oder beim Mittagstisch der Schule.
Ob sie ihre Freizeit lieber bei der Tagesmutter verbringen wollen oder mit Nachbarskindern im nahen Wald.

Würden Eltern über genügend Erziehungskompetenzen verfügen, dann wären sie genauso fähig, die Qualität der externen Kinderbetreuung einschätzen zu können, wie der Staat.

Wenigstens den ersten Halbtag mit dem Kind in der Krippe verbringen, damit die Eltern selbst einschätzen können, ob die jeweilige Art der Fremdbetreuung für ihr Kind gut ist, ist scheinbar unzumutbar.
Heute heissts für Kinder: vor der Tür abliefern und tschüss ab dem ersten Tag. Die Fremdbetreuung Ist ja staatlich geprüft.

Tags: Allgemein

Spielgruppenzwang für Kleinkinder?

Juni 21st, 2009 · 106 Kommentare

Blogeintrag auf www.michael-jaeger.ch

Unkostenbeitrag? Selbst finanzieren!
Schliesslich verfügen sie dadurch über die Möglichkeit ein Zusatzeinkommen zu erzielen, das andere nicht haben.

Ist die freie Wahl, ob man seine Kinder selbst- oder fremdbetreuen will, ein Privileg von Reichen?
Alle Armen sind zur Erzielung eines existenzsichernden Familieneinkommens gezwungen, beide arbeiten zu gehen und ihre Kinder in Krippen zu schicken?
Meinst du, Fliessbandarbeit, Büro-WCs putzen sei für diese die befriedigendere und volkswirtschaftlich sinnvollere Arbeit als die eigenen Kinder kompetent erziehen?

Statt höhere Kinderzulagen, um in einem freiheitlichen Land auch jedem diese freie Wahl zu ermöglichen, werden nun zB. mittels immer höheren Kindersteuerabzügen, staatl. Förderung von externer Betreuung genau die Falschen entlastet.

Alle Kinder haben meist 2 Elternteile. Es gibt darum keine alleinerziehenden Mütter, sondern nur ein kinderfeindliches Scheidungsrecht, wo sich einer durch Geldzahlungen der Erziehungsverantwortung entledigen kann.
Scheidungspaare sollten gezwungen werden, sich zum Wohle des Kindes zusammenzuraufen.

Väter haben genauso die Verantworung zumindest ihren 50%-Anteil an der Kinderbetreuung zu übernehmen. Schliesslich ist heutzutage jede Mutter genauso fähig genausoviel Kohle heimzubringen wie Väter.

Krippen, Mittagstisch, Tagesschulen etc. sind doch eine Erfindung von Männern, damit sie ihre soziale Verantwortung für die Familie nicht wahrnehmen müssen.
Nicht umsonst kommt die vermehrte Forderung nach externen Betreuungsplätzen, seit Mütter nicht mehr bereit sind, die ganz Verantwortung für die Familie alleine zu tragen.
Verkauft wird dann das ganze als Bildungskosten, obwohl es Sozialkosten sind.

Abwechselnd ein Elternteil kann sich wohl mal drei-vier Jahre aus dem Berufsleben ausklinken, es bleibt dann immer noch genügend Lebenszeit für Karriere, und die einmalige Gelegenheit, die Entwicklung eines Kleinkindes aus nächster Nähe mitzuerleben, ergreifen.
Das sollte nicht nur zumutbar, sondern als bereichernde Lebenserfahrung angesehen werden.
Dies fördert auch den dringend notwendigen höheren Respekt vor den Bedürfnissen von Kindern in unserer Gesellschaft.
Oder hat schon jemand die Kinder gefragt, ob sie lieber in die Spielgruppe oder mit Mami oder Papi auf den Quartierspielplatz wollen?

Ausserdem sind Kleinkinder noch billig, da kann man sich diesen noch “Luxus” leisten.

Spielgruppenzwang wurde darum gefordert, weil immer mehr Kinder in einem entwicklungsfeindlichen Umfeld aufwachsen und darum immer höhere (Bildungs-?)kosten an Schulen und dann als Erwachsene bei Sozialwerken verursachen.

Aber statt inkompetente Eltern (jeder Pädiater sollte fähig sein, Entwicklungsrückstände bei Kindern erkennen zu können)in obligatorische Erziehungskurse zu schicken, für kinder- statt autogerechte Wohnquartiere zu sorgen, müssen Sie besser in “pädagogisch wertvolle” künstliche Beschäftigungstherapien.

Egal ob es Kinder gibt, die sich selbst sinnvoll beschäftigen können, gelernt haben, dass Langeweile auch positive Aspekte hat, auf Bäume klettern können, mit anderen Quartierkindern Bäche stauen, Insekten beobachten, auf Wiesen Pürzelbäume schlagen, sich unabhängig von einem Erwachsenen, in Kindergruppen integrieren können, mit anderen Kindern streiten, ohne nachtragend zu sein, zu seiner Meinung stehen, auch wenn die Nachbarskinder anderer Meinung sind etc.

Kommt mir vor wie: ist der Urwald abgeholzt, schicken wir die Tiere halt in artgerechte Zoos.
Ob Zoos die gleiche Artgerechtigkeit wie ein Urwald für die gesunde Entwicklung der Tiere liefert, kann jedoch bezweifelt werden.

Tags: Allgemein

Verbreiterung Leonhardsbrücke

Juni 19th, 2009 · 186 Kommentare

Wiedermal beweist der bürgerlich dominierte Stadtrat (FDP und CVP, denen die Stadt den Ruf als Steuerhölle zu verdanken haben) seine Unfähigkeit ökonomische Zusammenhänge zu erkennen.

Da will er die St. Leonhardsbrücke verbreitern, damit 900 Busse pro Tag an 30′000 Autos vorbeikommen.
Wer verbraucht mehr der raren Fläche in der Stadt? 50 Personen im Stadtbus oder gleichviele Personen allein im Privatauto?

Dabei ist dieses Nadelöhr nur durch den Berufspendlerverkehr (=Freizeitverkehr) überlastet und dies höchstens während 2 Stunden pro Arbeitstag.

Aber die Appenzeller aus steuergünstigen und NFA-subventionierten Gemeinden wollen ja auch einen schnellen Anschluss ans Nationalstrassennetz. Natürlich finanziert durch die Steuerabgaben, die die Stadt als Wirtschaftszentrum leistet.

Da will man Tunnels für die Appenzeller Bahn am Riethüsli oder für Busse von der Kreuzbleiche zum Bahnhof planen.  Als wären die Belastungen durch Lärm, Abgase, Gefahren in der Stadt durch die VBSG grösser als durch den motorisierten Individualverkehr.

Wieso kein Tunnel von der Stadtgrenze beim Riethüsli zur Autobahn und von der Autobahnausfahrt Kreuzbleiche zu einer unterirdischen Parkgarage zB. unter dem Bahnhofplatz. Selbstverständlich gemäss Verursacherprinzip finanziert von der ganzen Agglomeration und nicht wieder nur von der städtischen Bevölkerung, von denen 1/3 aller Haushalte über kein Auto verfügt, während Appenzell weltweit die Region mit der höchsten Autodichte ist.

Statt die Steuerbelastung insbesondere von Unternehmen in der Stadt zu reduzieren, um Arbeitsplätze zu sichern, damit diese ihre ganze Firma infolge der hohen Abgabenlast nicht ins Ausland auslagert, werden trotz infolge der Weltwirtschaftskrise zukünftig spürbar tieferen Steuereinnahmen, massive Investitionen ohne volkswirtschaftlichen Mehrwert getätigt (Bsp. auch: 100te Millionen für Platzverschönerungen).

Die Standortkonkurrenz der Stadt St. Gallen ist nicht in AR, AI, TG etc. sondern im Vorarlberg, süddeutschem Raum oder Zürich.

Tags: Allgemein

Lebendige Demokratie

Juni 18th, 2009 · 79 Kommentare

Ich frag mich, ob das Geld von Parteien nachhaltig eingesetzt wird.

Wenn ich Plakate, Inserate, Flyers von Parteien etc. anschaue, dann wird dort mit ein paar Schlagworten geworben, gegen die wohl kaum einer etwas einzuwenden hat: mehr Sicherheit, Erhaltung von Arbeitsplätzen, Wirtschaflichkeit, grüne Umwelt etc. etc.
Auch bei Standaktionen in Fussgängerzonen stimmt Aufwand und Ertrag kaum.

SVP und Blocher haben nicht nur wegen ihrer Milliarden an Wähleranteil zugelegt.
Sondern weil ihnen die Medien eine Plattform geboten haben. Ohne SF-Arena hätte Blocher nie so einen Kultstatus erreicht.
Sein Vorteil war seine mediale Attraktivität, die ihm zur Verbreitung seiner Ansichten und Meinungen geholfen hat.

Was fehlt ist eher Transparenz für und Interaktion mit dem Bürger.

Wieso werden zB nicht alle Parlaments-, Kantonsrats-, Gemeinderatsdebatten zumindest im Internet übertragen. Ein paar Webcams würden reichen. Mikrofone sind ja meist schon vorhanden.
Auch SFinfo, Telebärn, TVO und Konsorten könnten statt ständige Wiederholungen mal sowas senden (kriegen schliesslich Konzessionsgelder).
Auch könnte man in Parlamentsgebäuden Zimmer einrichten, wo sich Politiker per Webcam spontan an die Öffentlichkeit richten, zusammen ohne Moderation diskutieren etc. könnten.

Ausserdem müsste jede Gemeinde, Kanton ein Bürgerforum einrichten.
Wer nicht gerade “Stammtischbesucher” ist, hat kaum Möglichkeiten sich zB. über Sinn einer neuen kommunalen Turnhalle mit anderen auseinanderzusetzen.
Leserbriefe sind nur ein dürftige Möglichkeit für einen Dialog und vor allem nicht jedermanns Sache.

Das Intenet bietet die einmalige Chance in unserer monopolisierten Medienwelt (eine Microvolkswirtschaft wie die unsere ist aufgrund ihrer Kleinheit und trotz des Preisdruckes nicht fähig für genügend Konkurrenz zu sorgen, sondern neigt systembedingt zu immer mehr Monopolen und Oligopolen), unsere verstaubte, antiquierte, nostalgische, folkloristisch aber letztendlich einzig richtige direkte Demokratie wieder neues Leben einzuhauchen durch mehrvermehrte Konkurrenz der Meinungen, Ideen, Ansichten der Bürger nicht der Politiker.
Nur Dialektik der Bürger, nicht der Parteien, führt letztendlich zum besten und allgemein akzeptierten Resultat und dies sogar unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten einer Einzelperson.

Übrigens: wie finanzieren sich Parteilose?

Parteien sind ein Auslaufmodel.
Besser die Diskussion der Bürger unterstützten, als staatliche subventionierte Füdliputzer. Die Menschen müssen dringenst wieder zur Übernahme ihrer Eigenverantwortung gezwungen werden statt dass sie sie nur an Parteienlisten delegieren können.
Ohne Eigenverantworung keine Demokratie.

Tags: Allgemein

Bevölkerungsbefragung

Juni 17th, 2009 · 1 Kommentar

Die Stadt leistet sich mal wieder eine teure Bevölkerungsbefragung.

Auch ich kam schon in den “Genuss” dieser Befragung, habe aber während dieser abgebrochen, weil die Fragen derart suggestiv waren.

Der Stadtrat kann sich dann die “Rosinen” aus den Resultaten aussuchen und nur diejenigen Probleme in Angriff nehmen, die ihm die nächste Wiederwahl sichern.
Dabei läge es genau an den Regierenden zwischen Wünschbarem und Notwendigem zu unterscheiden.

Hätten die Regierenden einen besseren Draht zur Bevölkerung und wären weniger abgehoben in ihrem Stadt-(elfenbein)turm, wäre so eine Befragung gar nicht nötig.

Andere Stadtpräsidenten nehmen sich jede Woche Zeit, um eine Bürgerstunde für jedermann durchzuführen.

Die brauchen keine anonyme Telefonbefragung, weil sie den direkten Kontakt mit ihren Bürgern suchen, pflegen und geniessen.
Hat Herr Stadtpräsident Scheitlin Angst vor seinen eigenen Wählern?

Wenn schon E-Governement heutzutage so aktuell ist, wieso nicht ein Bürgerforum auf www.stadt.sg.ch? Dort kann jeder auf Missstände hinweisen. Bürger könnten miteinander über Lösungen diskutieren etc.
Das wäre ein echter Gewinn an direkter Demokratie in unser anonymisierten Gesellschaft.

Tags: Allgemein

Grüezi-Kampagne im Neudorf

Juni 16th, 2009 · 1 Kommentar

Die können ja mal bei einem FCSG-Match eine Grüezi-Kampagne durchführen.

Niemand will gegrüsst werden, dem die Anonymität des allein-im-Auto-sitzen-könnens eines der wichtigsten Bedürfnisse im Leben ist.

Besonders das Neudorf als bevölkerungsreichstes Stadtquartier ist alles andere als ein Quartiertreffpunkt, sondern vor allem nur ein Gratis-Auto-Parkplatz.

Quartierleben findet heutzutage scheinbar dort statt, wo sich Autos auf einem Parkplatz treffen.

Tags: Allgemein

Bäder-Subventionitis

Juni 15th, 2009 · 1 Kommentar

Der Stadtrat subventioniert Bäder in der Stadt aus Gründen der Gesundheitsprävention, sportlichen Ertüchtigung und vernünftigem Freizeitverhalten.
Tönen ja sehr nobel diese Beweggründe. Haben diese Ansprüche auch Gemeinderäte aus Mörschwil, Speicherschwendi, Häggenschwil, Berg, Speicher, Rehetobel, Teufen etc. etc. für ihre Bewohner?

Ich spule 80% meiner Mobilität mit dem Fahrrad ab: beim Arbeitsweg, beim Einkauf, in der Freizeit. Scheint gemäss Stadtrat weniger sinnvoll, da er nicht mal einen Bruchteil des Betrages, die er für Unterstützung der Schwimmer investiert, für Velofahrer ausgeben will (brauch ich auch nicht. Mit weniger berhinderndem Autoverkehr und VBSG-Bussen wäre mir schon mehr als genügend gedient).
Ich brauche kein Sportangebot, da ich mich im Alltag schon genügend bewege, wenn auch mit massiven Einschränkungen durch MIV und öV.
Oder anders gesagt: braucht ein Bauarbeiter ein von der Krankenkasse subventioniertes Fitnessstudioabo?

Da liest man in unzähligen Leserbriefen im Tagblatt, wie Agglos ein zusätzliches Hallenbad in St. Gallen fordern.

Wieso finanzieren die ihr Hallen- und Freibad nicht selbst?
Im Gegenteil: wer zB in Mörschwil wohnt und ins Blumenwies baden geht, wird von seiner Gemeinde noch finanziell unterstützt, da Mörschwil sich dadurch ein eigenes Hallenbad spart.
Das Defizit der städtischen Bäder aber finanziert einzig und allein der Stadtsteuerzahler.
Es ist absehbar, dass der Stadtrat inkl. Statdparlament auf diese Forderungen der Agglos eingehen und für den Grossteil der daraus resultierenden Kosten die Stadtbürger bluten lassen.
Viele vor allem der ausländischen Wohnbevökerung, Kosovaren, Türken, Serben, Bosnier, Tamilen, Afrikaner etc. benutzen dieses Freizeitangebot nie, vor allem weil es für sie zu teuer ist (die Stadt muss dann aber Gratis-Schwimmunterricht an Schulen finanzieren getarnt als Bildungsausgaben).
Trotzdem müssen sie aber aufgrund der hohen Abgaben und Steuerpolitik unserer Stadt, die Bedürfnisse von Auswärtigen aus der steuergünstigen Agglo, vielfach im teuren Einfamilienhaus wohnend, mitfinanzieren.

Wann merkt unser Stadtrat endlich, das er Stadtrat der Stadtbürger ist und nicht der Region.

Würden Stadtbürger solche Infrastruktur, die auch den Agglos zu Gute kommt, nicht finanzieren, würde schnell der Kanton/Bund einspringen.
Wäre es so schlimm, wenn die Steuerquote von Kanton und Bund höher wäre und dafür diejenige des Wirtschaftszentrums St. Gallen, wo die meisten Arbeitsplätze liegen, tiefer?

Wenn schon Unterstützung durch die Stadt, dann brauchen wir in der Stadt eine Tarifgestaltung, die nur Einheimische subventioniert und von Auswärtigen einen kostendeckenden Preis verlangt.

Tags: Allgemein

FC St. Gallen

Juni 14th, 2009 · 13 Kommentare

Ob eine einzelne Sportart/Privatvergnügen einzelner dermassen von der öffentlichen Hand unterstützt werden muss, insbesondere da sie für die meisten “Akteure” eine Passivsportart ist, sei mal dahingestellt.

Trotzdem werden nun Stimmen laut, besonders von Auswärtigen, die fordern, dass sich die Stadt an den Sicherheitskosten des Fussballclubs St. Gallen mehr finanziell beteiligen muss.

Seit Umzug in die AFG-Arena profitiert auch kaum mehr das städtische Gewerbe durch Fussballanhänger. Also auch da kein Mehrwert für Stadtbürger.
Ausser Spesen nichts gewesen.
Das Stadion hätte darum in einer Agglogemeinde erstellt werden müssen. Dann hätte der Kanton dieser Gemeinde schon längst massiv unter die Arme gegriffen und die Stadt hätte viele Steuerfranken gespart.

Sind denn die Hooligans und Randalierer bei Fussballspielen hauptsächlich Stadtbürger?
Sind denn die zu schützenden Match-Zuschauer und andere Unbeteiligte hauptsächlich Stadtbürger?
Nein.
Es sind vor allem Auswärtige, die glauben auf fremden Territorium, wo sie niemand kennt, erst recht die Sau herauslassen zu können.

Der FC St. Gallen ist schon seit langem der Fussballclub der Ostschweiz und nicht mehr der Stadt.
Darum soll sich, wenn man das gemäss “Brot und Spiele” für die Verdummung der Bevölkerung unbedingt staatssubventioniert austragen muss, auch die ganze Ostschweiz daran beteiligen.
Von daher begreif ich Herrn Hüppi nicht, dass er selbst als Stadtbürger, Forderungen nur an die Stadt stellt.
Scheinbar weiss er aber, wo es am leichtesten etwas zu holen gibt.

Mich würde ganz allgemein mal eine Kriminalitätsstatistik interessieren, die nicht nur Unterschiede zwischen Ausländern und Schweizern macht, sondern auch zwischen Ortsfremden und Einheimischen.
Das würde wahrscheinlich ganz neue Erkenntnisse liefern.

Wann endlich merkt die Stadt, dass ihr Ruf als Steuerhölle und trotzdem gleichzeitig als regionales Wirtschaftszentrum nicht vereinbar sind?

Tags: Allgemein

Öffentlicher Verkehr nachhaltig?

Juni 13th, 2009 · 13 Kommentare

Der ständige Lobgesang auf den öV kann ich leider nicht nachvollziehen.

Sicher ist es volkswirtschaftl. inkl. ökologisch sinnvoller, den öV zu benutzen, als alleine in einem 5-Plätzigen Auto zu sitzen.

Aber auch öV ist alles andere als ein nachhaltiges Verkehrsmittel.
Woher kommt denn die Energie=Strom für deren Betrieb? Aus AKWs, Kohle- oder mit dem eingespartem Benzin betriebenen Kraftwerken?

Was an der ständigen Zunahme von Mobilität positiv sein soll, sehe ich nicht.
Das Parlament hat seine Aufgaben nicht gemacht und durch eine intelligente Siedlungspolitk dafür gesorgt, das die Wege für die Bürger kurz bleiben.

Früher arbeitete man 10Std./Tag und wohnte gleich “um die Ecke” und hatte den Einkaufsladen für den täglichen Bedarf gleich nebenan.
Heute arbeitet man 8 Std./Tag hat aber noch 2 Stunden Arbeitsweg nach hause, wo dann vielfach kein Lebensmittelladen, kein Kino, kein Arzt etc. vorhanden ist. Das wird dann als Wohlstandsgewinn verkauft (Mobilität=Lebensqualität?) auch wenn auf Kosten von Ressourcen und Umwelt.

Auch Investitionen in den öV verursachen Mehrverkehr genauso wie auf der Strasse.
Das zeigt der NEAT-Lötschbergtunnel, der statt einer Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene vor allem zu mehr Freizeitverkehr geführt hat. Darum kommt jetzt die Forderung nach noch mehr Steuermilliarden für einen zweiten Tunnel.

Besser eine Abgabe auf umweltzerstörendes, volkswirtschaftskostenverursachendes Verhalten, die dann auf alle Bürger gleichmässig verteilt wird.
Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er lieber die höhere Miete/Steuern/etc. in der Nähe des Arbeitsplatzes bezahlt oder lieber freizeitraubend und teuer pendelt und dafür noch ein bisschen Grün vor der Hütte anglotzen will bevor es dunkelt, während der Städter schon lange in der stadteigenen Badi sich vom Arbeitstress erholt.

Besser den Treibstoffzoll abschaffen oder zumindest teilweise in eine CO2-Steuer zugute aller Bürger umwandeln.
Dann wird nicht ständig zusätzliche neue Verkehrsinfrastruktur vor allem in Randregionen gebaut, weil das Treibstoffkässeli wieder mal übervoll ist.  Siehe auch auch probleme-der-randregionen-lost-der-kanton-die-stadt-muss-selbst-fur-sich-schauen. Überall wird Geld investiert, nur nicht dort wo das Verkehrsaufkommen am grössten ist.

Bei Agglomerationsprogrammen werden Millionen und Milliarden Zwangsabgaben zugunsten öV oder MIV umverteilt.
Dabei wird mit jedem zusätzlichen Tunnel, jeder verbreiterten Strasse, jedem Ausbau der Gleisinfrastruktur die zukünftigen fixen Unterhaltskosten für die Allgemeinheit erhöht. Das heisst immer mehr Abgaben/Steuern müssen irgendwo erwirtschaftet werden. Fehlen diese jedoch, wird dann einfach die Staatsquote wieder erhöht oder Schulden gemacht, die zukünfige Generationen begleichen müssen?
Irgendwann sind wir aufgrund unserer hohen Infrastrukturkosten global nicht mehr konkurrenzfähig.

Wenn jemand eine Stunde Arbeitsweg im Auto hat und ein anderer mit dem Fahrrad, dann führt das Verhalten des Autofahrer zu keinster Effizienzsteigerungen unserer Volkswirtschaft, sondern nur zur Nachfrage nach höhrer Verkehrsinfrastuktur=höherer Staatsquote.

Tags: Allgemein