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Lizenz zum Kinderhüten

July 4th, 2009 · 1 Comment

Mein Kommentar zum Blogartikel von J. Fehr Nationalrätin SP: JFehr

Und verheiratete Eltern können weiterhin schalten und walten wie sie wollen.

Verbringt das eigene Kind die ganze Freizeit vor dem TV oder Computer, kommt ständig zu spät zur Schule, macht seine Hausaufgabe nicht, schlägert, mobbt, hat Übergewicht etc. ist das ein Problem der Gesellschaft/Schule aber kaum der Eltern.

Statt dass der Staat ständig Feuerwehr spielt und Symptombekämpfung betreibt, sollte endlich das Tabu mangelnde Erziehungskompetenz von Eltern angegangen werden.

Statt Kinder und Jugendliche zu bestrafen, sollten deren Eltern in obligatorische Erziehungskurse geschickt werden.
Das nötige pädagogische Fachwissen, über das scheinbar nur noch der Staat verfügt, kann man auch Eltern vermitteln.

Die Selbstverwirklichung von Eltern und die daraus entstehenden zusätzlichen Steuereinnahmen sind jedoch heutzutage wichtiger als gesunde, kompetente, selbstbewusste, sozial starke Kinder.

Respekt vor den Bedürfnisse von Kindern ist kaum vorhanden.
Oder wer frägt sie, was sie wollen.
Ob sie lieber mit Mami oder Papi auf dem Quartierspielplatz wollen oder alleine in die Spielgruppe.
Ob sie das Mittagessen lieber mit der Familie einnehmen wollen oder beim Mittagstisch der Schule.
Ob sie ihre Freizeit lieber bei der Tagesmutter verbringen wollen oder mit Nachbarskindern im nahen Wald.

Würden Eltern über genügend Erziehungskompetenzen verfügen, dann wären sie genauso fähig, die Qualität der externen Kinderbetreuung einschätzen zu können, wie der Staat.

Wenigstens den ersten Halbtag mit dem Kind in der Krippe verbringen, damit die Eltern selbst einschätzen können, ob die jeweilige Art der Fremdbetreuung für ihr Kind gut ist, ist scheinbar unzumutbar.
Heute heissts für Kinder: vor der Tür abliefern und tschüss ab dem ersten Tag. Die Fremdbetreuung Ist ja staatlich geprüft.

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Spielgruppenzwang für Kleinkinder?

June 21st, 2009 · 106 Comments

Blogeintrag auf www.michael-jaeger.ch

Unkostenbeitrag? Selbst finanzieren!
Schliesslich verfügen sie dadurch über die Möglichkeit ein Zusatzeinkommen zu erzielen, das andere nicht haben.

Ist die freie Wahl, ob man seine Kinder selbst- oder fremdbetreuen will, ein Privileg von Reichen?
Alle Armen sind zur Erzielung eines existenzsichernden Familieneinkommens gezwungen, beide arbeiten zu gehen und ihre Kinder in Krippen zu schicken?
Meinst du, Fliessbandarbeit, Büro-WCs putzen sei für diese die befriedigendere und volkswirtschaftlich sinnvollere Arbeit als die eigenen Kinder kompetent erziehen?

Statt höhere Kinderzulagen, um in einem freiheitlichen Land auch jedem diese freie Wahl zu ermöglichen, werden nun zB. mittels immer höheren Kindersteuerabzügen, staatl. Förderung von externer Betreuung genau die Falschen entlastet.

Alle Kinder haben meist 2 Elternteile. Es gibt darum keine alleinerziehenden Mütter, sondern nur ein kinderfeindliches Scheidungsrecht, wo sich einer durch Geldzahlungen der Erziehungsverantwortung entledigen kann.
Scheidungspaare sollten gezwungen werden, sich zum Wohle des Kindes zusammenzuraufen.

Väter haben genauso die Verantworung zumindest ihren 50%-Anteil an der Kinderbetreuung zu übernehmen. Schliesslich ist heutzutage jede Mutter genauso fähig genausoviel Kohle heimzubringen wie Väter.

Krippen, Mittagstisch, Tagesschulen etc. sind doch eine Erfindung von Männern, damit sie ihre soziale Verantwortung für die Familie nicht wahrnehmen müssen.
Nicht umsonst kommt die vermehrte Forderung nach externen Betreuungsplätzen, seit Mütter nicht mehr bereit sind, die ganz Verantwortung für die Familie alleine zu tragen.
Verkauft wird dann das ganze als Bildungskosten, obwohl es Sozialkosten sind.

Abwechselnd ein Elternteil kann sich wohl mal drei-vier Jahre aus dem Berufsleben ausklinken, es bleibt dann immer noch genügend Lebenszeit für Karriere, und die einmalige Gelegenheit, die Entwicklung eines Kleinkindes aus nächster Nähe mitzuerleben, ergreifen.
Das sollte nicht nur zumutbar, sondern als bereichernde Lebenserfahrung angesehen werden.
Dies fördert auch den dringend notwendigen höheren Respekt vor den Bedürfnissen von Kindern in unserer Gesellschaft.
Oder hat schon jemand die Kinder gefragt, ob sie lieber in die Spielgruppe oder mit Mami oder Papi auf den Quartierspielplatz wollen?

Ausserdem sind Kleinkinder noch billig, da kann man sich diesen noch “Luxus” leisten.

Spielgruppenzwang wurde darum gefordert, weil immer mehr Kinder in einem entwicklungsfeindlichen Umfeld aufwachsen und darum immer höhere (Bildungs-?)kosten an Schulen und dann als Erwachsene bei Sozialwerken verursachen.

Aber statt inkompetente Eltern (jeder Pädiater sollte fähig sein, Entwicklungsrückstände bei Kindern erkennen zu können)in obligatorische Erziehungskurse zu schicken, für kinder- statt autogerechte Wohnquartiere zu sorgen, müssen Sie besser in “pädagogisch wertvolle” künstliche Beschäftigungstherapien.

Egal ob es Kinder gibt, die sich selbst sinnvoll beschäftigen können, gelernt haben, dass Langeweile auch positive Aspekte hat, auf Bäume klettern können, mit anderen Quartierkindern Bäche stauen, Insekten beobachten, auf Wiesen Pürzelbäume schlagen, sich unabhängig von einem Erwachsenen, in Kindergruppen integrieren können, mit anderen Kindern streiten, ohne nachtragend zu sein, zu seiner Meinung stehen, auch wenn die Nachbarskinder anderer Meinung sind etc.

Kommt mir vor wie: ist der Urwald abgeholzt, schicken wir die Tiere halt in artgerechte Zoos.
Ob Zoos die gleiche Artgerechtigkeit wie ein Urwald für die gesunde Entwicklung der Tiere liefert, kann jedoch bezweifelt werden.

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Beitrag im CVP-Blog

June 8th, 2009 · 7 Comments

CVP-Rorschach
Scheinbar ist der CVP des Bezirks Rorschach als einzige an der Meinung ihrer Bürger interessiert.

Die CVP ist ganz auf die SP-Linie geschwenkt und sieht Fremdbetreuung von Kindern als vordringlichstes Familienproblem.

Auch CVP-Stadträtin und Schuldirektorin Eberhard will sich sozialpolitisch profilieren und engagiert sich vehement für ausserschulische Betreuungsangebote, bezahlt aus dem Topf der Bildungsausgaben, statt dies ihrem Parteikollegen und Rats-”genossen” Cozzio als verantwortlicher Stadtrat für Soziales zu überlassen. Dabei sind die familienpolitischen Fachpersonen in diesem Amt angestellt: Elternberatung, Familienbegleitung, Vormundschaftsbehörde etc.

Hat schon jemand seine Kinder gefragt, ob sie das Mittagessen lieber in der Schule oder mit den Eltern einnehmen möchten?
Hat schon jemand seine Kinder gefragt, ob sie ihre Freizeit lieber in Wäldern, auf Wiesen, auf Spielplätzen oder einfach nur auf ihrer Wohnquartierstrasse mit Nachbarskindern verbringen wollen oder lieber in der Nachmittagsbetreuung im Schulzimmer mit pädagogisch “wertvoller” Beschäftigung?
Unsere Schule ist ja nicht mal fähig die Kinderrechtskonvention der UNO einzuhalten.

Durch den massiven Verbrauch von Steuergeldern in der Schule zum Aufbau von Tagesschulen fehlen dafür die notwendigen Mittel für die eigentliche Bildung.
Gibts in der Stadt St. Gallen eine Basisstufe, ein Oberstufenzentrum mit fächerspezifischen Leistungsklassen, individuelles Lernen, Schulsysteme mit Lernstandsgruppen etc. statt Separation.
Das längst fällige Förderkonzept des kantonale Bildungsamtes, das bald in allen Gemeinden des Kantons eingeführt ist, lässt in der Stadt St. Gallen immer noch auf sich warten, weil Lehrer verständlicherweise Widerstand leisten, da die verantwortliche Schuldirektorin bis heute die notwendigen Mittel immer noch nicht gesprochen hat.
Und dies obwohl die Stadt St. Gallen die Kinder mit den entwicklungsspezifisch heterogensten Ressourcen des ganzen Kantons aufweist.

Wird mit Tagesschulen etwas gegen Bewegungsarmut und Übergewicht von Kindern getan?

Steuereinnahmen von arbeitstätigen Müttern, scheinbar haben Kinder keine Väter sonst würde Stadträtin Eberhard bei der Präsentation des FSA+ nicht nur von Müttern reden, sind scheinbar wichtiger als gut gebildete Kinder, die auch in Zukunft unseren Wohlstand im globalen Konkurrenzwettbewerb sichern können.
Auch Länder wie China, Indien, Brasilien etc. verfügen heutzutage über das pädagogische Fachwissen, um ihre Kinder optimal zu fördern.

Während Landgemeinden zur Erhaltung einer gemeindeeigenen Schule möglichst allen Kindern den Besuch der Regelklasse ermöglichen, betreibt die Stadt St. Gallen Separation durch Kleinklassen, Einführungsklassen, Sonderschulen etc.
Die Stadt hat ja ihren Ruf dank jahrzehntelanger CVP- und FDP-Mehrheit in Parlament und Stadtrat als Steuerhölle zementiert. Da ists ja ein Leichtes die steuerzahlende Stadtbevölkerung weiter für miese Leistungen abzuzocken.

Die bildungspolitischen Leistungen von Stadträtin Eberhard sind miserabel. Sie war in ihrer bisherigen Amtszeit nicht mal fähig, die Forderungen des kantonalen Bildungsamtes fristgerecht umzusetzen.
Geschweige denn die bildungspolitischen Ansprüche der CVP in ihre Politik einfliessen zu lassen.
Dabei hatte ich in sie, als erste Mutter in diesem Amt, so viel Hoffnungen gesetzt und wurde nur enttäuscht.
Kein Wunder stoppt SVP-Bildungsdirektor Kölliker alle Bildungsreformen, wenn er sieht wie mangelhaft und mit wenig Engagement der Verantwortlichen Schuldirektoren diese umgesetzt werden.

Die CVP ist sozialpolitisch auf SP-Linie, bildungspolitisch auf SVP-Linie. So kann man sich auch zur Mitte zählen.

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CVP familienfreundlich?

June 5th, 2009 · 13 Comments

Mein Kommentar zum

Leserbrief im Tagblatt v. 3.6.2009 Artikel

Zeit für ihre Bedürfnisse
Leserbrief: Wir lassen uns die Zeit mit unseren Kindern nicht nehmen

Frau Martel schreibt, sie lasse sich die Zeit mit ihren Kindern nicht nehmen. Das ist ihr gutes Recht – darum geht es aber auch gar nicht: Ihre Kinder sollen auch weiterhin von der wertvollen gemeinsamen Zeit mit den Eltern profitieren können. Deshalb bin ich Frau Martel dankbar für den Leserbrief.

Er bietet die Gelegenheit, den falschen Eindruck, der durch den zitierten Bericht – bzw. vor allem durch die Einleitung dazu – entstanden ist, zu korrigieren. Dieser vermittelt in der Tat den Eindruck, die CVP wolle den Spielgruppen- oder Krippenbesuch im Vorschulalter obligatorisch machen. Um ein Obligatorium oder eine Pauschalisierung geht es jedoch genau nicht: In der Motion der CVP-Fraktion – der Text kann auf www.cvp-sg.ch heruntergeladen werden – ist weit und breit nirgends von einer Pflicht oder einem Zwang die Rede, sondern lediglich von einer Verbreiterung des Angebots. Auch an der Medienkonferenz hat keine der anwesenden Personen von einer Pflicht gesprochen. Jede Familie soll selbst entscheiden können, wie oft sie Fremdbetreuung in Anspruch nehmen will.

Es geht vielmehr darum, regional abgestimmt und bedürfnisgerecht die nötigen und günstigen Angebote auszubauen, damit diese Wahlmöglichkeit auch tatsächlich alle Familien haben – zum Wohl der Kinder. Nicht mehr und nicht weniger. Alle Kinder sollen die nötige Zeit für ihre Bedürfnisse geschenkt erhalten, von und mit ihren Eltern ebenso wie mit anderen Kindern zusammen – unabhängig davon, ob inner- oder ausserhalb der Familie. Das kommt schliesslich allen zugute: den Kindern, den Eltern und der gesamten Gesellschaft.
Iwan Köppel Parteisekretär CVP Kanton St. Gallen Oberer Graben 3, 9001 St. Gallen

Geradezu lächerlich, wie hier der Parteisekretär der CVP von Wahlfreiheit spricht.

Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung haben nur reichere, aber nicht arme Familien, deren Eltern gezwungen sind, zur Erzielung eines existenzssichernden Einkommens, beide arbeiten zu gehen.
Heisst denn familienfreundlich, dass man möglichst wenig Zeit mit der Familie verbringen und lieber für eine anonyme Gesellschaft (Aktiengesellschaft auf französich société anonym) Zeit aufwenden soll, damit der Staat mehr Steuereinnahmen hat und das Kind mehr Spielsachen?
Welche Eltern haben nach 8 Stunden Arbeit, wenn sie dann noch kochen, putzen, einkaufen, waschen etc. müssen, noch Zeit für ihre Kinder und kann die für die Kindsentwicklung äusserst wichtige Funktion als Hauptbezugsperson wahrnehmen? In der Realität heissts Fertigfrass in die Microwelle und Kinder ins Bett, damit die Eltern sich ausruhen können. Ist das das Bild von Familie das die CVP anstrebt?

Unglaublich dass eine Partei, die so viel Verantwortung in Regierungen und Parlamenten mitträgt, auf diese Art die Bürger anlügt, keine Ahnung von den Lebensumständen vieler minderbemittelten Familien in der Schweiz hat.

Bestes Beispiel ist ihre Initiative für 50% mehr Kinderabzüge. Davon profitieren die reichsten Eltern am meisten. Arme Eltern kaum.
Brauchen denn Kinder reicher Eltern mehr Geld für eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder? Wärmere Kleidung, mehr Essen, mehr Spielsachen, ein grösseres Spielzimmer etc.?
Dabei müsste doch CVP-Nationalrätin Meier-Schatz als Präsidentin der Stiftung Kinder und Gewalt durch ihre Arbeit selbst bemerken, dass mit Kinderabzügen bei den Steuern den sozial benachteiligsten und aufwendigsten Kindern nicht geholfen wird.
Auch Fremdbetreuung kann den Verlust einer Hauptbezugsperson, der man sich anvertrauen kann, weil man emotionale Bindung zu ihr hat, nicht ersetzen. Im Gegenteil produziert mal so Singles, die zunehmend beziehungsunfähig sind, was eine weitere Aufblähung unseres Sozialstaates zur Folge hat.
Niemand will Kinder, weil man sie gut anderen abgeben kann.
Erfahrungen von Kinderpsychologen, Schulsozialarbeiten, Schulpsychologischem Dienst zeigen, dass durch Frembetreuung kein Mehraufwand verhindert wird.
Besser man würde die Erziehungskompetenzen der Eltern fördern.

Wieso etwas künstlich schaffen, das gratis in der Natur vorhanden ist und an das sich der Mensch in tausenden Jahren Evolution angepasst hat. Kinder leben nicht im Zoo.

Lieber ein neues Cabrio für die Eltern statt mal 2 Stunden auf dem Spielplatz verbringen, um dem eigenen Kind soziale Kontakte mit Gleichaltrigen zu ermöglichen?

Dabei zeigt die Statistik: je reicher desto kinderärmer und umgekehrt.
Nur gleiche Staatsausgaben/-erleichterungen für alle Kinder schafft auch Chancengleichheit.

Ausserdem wird durch die CVP-Politik (Stadträtin Eberhard) die obligatorische Tagesschule durch immer mehr Pflichtlektionen schleichend eingeführt. Egal ob Kinder selbst fähig sind, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Wieso muss man heute Dinge wie Spielgruppe, Krippen etc. künstlich schaffen?
Weil Kinder vermehrt in einer entwicklungsfeindlichen Umgebung aufwachsen.
Wenn eine Wohnquartierstrasse hauptsächtlich zum Abstellen von Motorfahrzeugen oder um den direkten Zugang von der Tiefgarage zur Wohnung zu ermöglichen statt für Freiraum für Kinder gestaltet wird, muss man sich über Fehlentwicklungen nicht wundern.
Die Realität zeigt, je verkehrsreicher eine Strasse, desto mehr Familien mit Kindern leben dort, weil dort die billigsten Wohnungen sind und Familien mit Kindern meist auf der untersten sozialen Stufe sind.

Kinder resp. Schule hat die Konsequenzen einer kinderfeindlichen Zonenplanung, Siedlungs- und Verkehrspolitik zu tragen.

Dabei könnten wir Erwachsenen in Bezug auf soziale Kontakte knüpfen nur von den Kindern lernen.
Welche Gesellschaftsschicht hat schnelleren, unkomplizierteren und unvoreingenommeren Kontakt zu den Nachbarn (-kinder) als Kinder.

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Fussgängerstreifen II

May 23rd, 2009 · 1 Comment

Wer schon mal mit Kinderwagen, Dreirad, Laufvelo, Kindervelo etc. eine Strasse überqueren musste, weiss wie mühsam das ist:
Man muss nicht gerade Rollstuhlfahrer sein, um die fehlenden Auffahrten, die einem zwingen, unnötig und gefährlich mehr Zeit auf der Strasse zu verbringen bis man den Randstein überwunden hat, zu vermissen.

Im Gegensatz: überall wo ein Auto über den Randstein fahren muss für Privatparkplätze, -garagen, etc. wird mit Steuergeldern eine Auffahrt erstellt.

Ist denn die Sicherheit eines Kleinkindes, der Rücken eines Babys oder die Mobilität eines Rollstuhlfahrers weniger wichtig als die Unversehrtheit eines Autopneus?

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Blockzeiten und Tagesschulbetreuung

May 20th, 2009 · 1 Comment

Das Erziehungsdepartement des Kantons verlangt, dass Kindergartenkinder im ersten Jahr 3 Lektionen und im zweiten 4 Lektionen pro Tag haben.
Klingt vernünftig und an die Bedürnisse von Kindern wie auch Eltern angepasst.

Nur in der Stadt St. Gallen haben die älteren Kindergartenkinder bereits eine 24 Stundenwoche. Das heisst sie müssen an 2 Nachmittagen trotz Einführung von Blockzeiten zusätzlich auch noch in den Kindergarten. Was für ein Stress für halbtagsarbeitende Eltern: pünktlich zu hause sein, Mittagessenkochen und sie wieder rechtzeitig in den Kindsgi bringen.
Und dies meist an unterschiedlichen Tagen, sodass Kinder im Quartier nur wenige Spielkameraden in ähnlichem Alter in ihrer Freizeit treffen. Die meisten sind sowieso im sogenannten freiwilligen (freiwillig für Eltern oder für Kinder?) Schulhausangebot.
3. Klässler haben bereits eine 35 Stundenwoche inkl. Hausaufgaben (entspricht in Deutschland bereits einer 100%-Arbeitsstelle eines Erwachsenen).

Schliesslich wird die Tagesschule von dafür überqualifizierten und überbezahlten Lehrpersonen während ihres Lehrerpensum betreut. Dann ist es scheinbar wirtschaftlicher, wenn gleich alle Kinder möglichst viel zur Schule gehen und möglichst wenig Freizeit haben, auch wenn sie sich selbst sinnvoll zu beschäftigen wissen.

Dafür klagen diese Lehrer über Überforderung, mangelnde Anteilnahme der Eltern, wehren sich gegen das Förderkonzept, brauchen mehr Teamteaching,  etc. etc.

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Ist Langsamverkehr minderwertig?

May 16th, 2009 · 2 Comments

Kommentar zum Leserbrief von Otto Künzler, Tablatstr. 45, 9016 St. Gallen im Tablatt Tagbatt:

Das einzige, das mehr Sicherheit für Radfahrer bieten würde, wäre weniger Autoverkehr.

Die Tablatstrasse führt zwar mitten durch ein Wohnquartier, ist aber nur ein Autobahnzubringer besonders aus AR und dies zusätzlich seit dem Ausbau der Rehetobelstrasse bis Speicherschwendi.

Wieso werden die vereinzelten Velofahrer zur Benutzung der Strasse gezwungen, wenn daneben breite, meist menschenleere Trottoirs vorhanden sind (insbesondere bereits 6-jährige Kindergärtler wie es das Gesetz für Radfahrer aus den 50er-Jahren befiehlt)?

Trottoirs, insbesondere die der Tablatstrasse, werden nur für parkierte Autos, Verkehrsschilder für den Strassenverkehr, Baumaschinen, Baustellen, etc. missbraucht. Kinderwagen, Dreiräder, Rollstuhlfahrer etc. müssen auf die Strasse ausweichen.

Radstreifen sind staatlich verordnetes an den Rand drängen, damit die Autos beim Überholen der Velos den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1.5m nicht einhalten müssen.

Auf der Strasse muss man sich als Velofahrer breit machen resp. verkehrsbehindernd sein, wenn man sicherer sein will.
Das hab ich meinen Kindern, die die Tablatstrasse mehrmals pro Woche rauf und runter fahren, seit sie 6 wurden und die Strasse gemäss Gesetz benutzen müssen, gelehrt.
In der Schule aber lernen sie das Verhalten im Verkehr als Radfahrer, wenn überhaupt, frühestens in der 3. Klasse.
Zwischen 6 und 9 Jahren dürfen scheinbar Kinder nur Velofahren, wenn die Eltern sich ein Auto mit Fahrradträgern leisten können, um aus dem für radfahrende Kinder gefährlichen Wohnquartier zu flüchten.

Wenn schon zu viel Steuergelder der Stadtbürger für bauliche Massnahmen resp. zu viel Strassenverkehrsfläche vorhanden ist, dann wenigstens für die Verbreiterung der Trottoirs, damit die vereinzelten Fussgänger an den wenigen Radfahrern auch “sicher” vorbeikommen.
Scheinbar sind Radfahrer für Fussgänger gefährlicher als Autos für Velofahrer.

Unser Stadtrat inkl. -parlament lechzt nach immer mehr Steuereinnahmen des Gewerbes durch konsumorientiertenAgglos statt die Bedürnisse der eigenen Wohnbevölkerung zu respektieren.

Wir brauchen im Stadtparlament endlich eine adädquate Vertretung der Wohnquartiere, um der fortschreitenden Ghettoisierung (Ausländerquartiere an Einfallstrassen für Arme/sonnige Rosenbergquartiere mit Säntissicht für Reiche) zu entgegnen.Die Kosten heutiger Verkehrspolitik fallen dann vor allem an Schulen an.

Wir zahlen so hohe Steuern in der Stadt, um unsere eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und nicht die der ganzen Agglomeration.
Mit dem öV ist man vom steuergünstigen Teufen (Obwalden lässt grüssen) schneller im Stadtzentrum als mit der VBSG aus den Aussenstadtquartieren, die eine tiefere Durchschnittsgeschwindigkeit als Velofahrer hat. Trotzdem finanziert das Millionenloch der VBSG nur die Stadtbürger also auch der einheimische Velofahrer.
Genauso wie das Defizit der Hallenbäder, Infrastuktur für Einkaufszentren, Freibäder, Tonhalle, Parkhaus unter dem Marktplatz etc. etc. etc.

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Versperrte Trottoirs

May 13th, 2009 · 1 Comment

Dass man es als Teilnehmer des Langsamverkehrs (betrifft jeden mal) besonders in der Stadt St. Gallen schwer hat, ist altbekannt (siehe z.B. Artikel: Fussgängerbussen an der St. Leonhardstrasse oder Fragwürdige Fussgängerhatz)

Dass aber Trottoirs ständig durch parkierte Autos, Verkehrsschilder für den Strassenverkehr, Baumaschinen, Baustellen etc. versperrt wird, ist untragbar.

Besonders in Wohnquartieren, wenn man mit Kinderwagen, Dreirad o.ä. unterwegs ist, muss man oftmals auf die verkehrsreiche Strasse ausweichen.

Aber wehe wenn ein 6-jähriges Kind mit dem Fahrrad auf dem meist menschenleeren Trottoir unterwegs ist. Dann wird ihm von der Polizei im Auto der Weg auf dem Trottoir gefährlich abgeschnitten und es hagelt eine ewige Zurechtweisung des Minderjährigen. Und wenn das Kind dafür eine Busse nach hause bringt, muss man sich nicht wundern.

Schliesslich gehören Kinder nicht mehr auf Wohnquartierstrassen sondern in geschlossene Räume der Tagesschulen oder sonst vor den Fernseher.

Die Bewegungsarmut lässt grüssen.

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Weniger Verkehrsopfer?

February 27th, 2009 · 15 Comments

Auch ich nehme gerne zur Kenntnis, dass es in der Schweiz immer weniger Strassenverkehrsopfer gibt.

Die Gründe dafür sehe ich leider etwas anders, als vom BfU (Bundesamt für Unfallverhütung) kommuniziert (Faktoren):

Der Strassenverkehr wird durch immer mehr Gesetzte reglementiert.
Das ständig steigende Verkehrsaufkommen zwingt zur Anpassung (Im Stau kann man nicht zu schnell fahren).
Autos haben in den letzten Jahren sicherheitstechnisch massiv aufgerüstet (Airbags, stabilere Karroserie, mehr Masse). Die immer schwereren Fahrzeuge haben auch zu einem markant höheren Treibstoffverbrauch geführt. (ca. 30% in 35 Jahren). Vergleiche VW Golf I zu Golf V.
Durch den zunehmenden Autoverkehr wird der Langsamverkehr immer höheren Gefährdungen ausgesetzt und nimmt daher ständig ab (wieviele Kinder sieht man heutzutage noch in der Stadt mit dem Velo unterwegs? Welche Eltern würden ihre Kinder in der Stadt St. Gallen velofahren lassen, obwohl auch sie vielfach keine andere Möglichkeit haben in die Schule zu kommen? Welche verantwortungsbewussten Eltern z.B. aus dem Haldenquartier schicken ihre Kinder in die Oberstufe Zil, wenn diese die Schönbüelstrasse (was ist an dieser Strasse noch schön?) passieren müssen?).

Dort wo die grösste Bevölkerungsdichte ist und damit auch am meisten ungeschütztem Langsamverkehr, hat es auch am meisten Autoverkehr und wird ihm am meisten Platz zur Verfügung gestellt.

PS: Aufruf an Autofahrer: Bitte in der Fahrspur links halten. Dann hat es genügen Platz für Autos und Velos nebeneinander. Besonders vor roten Lichtsignalen, wo gemäss Gesetz beim Warten Rauchverbot für Autos gilt, ist es nicht angenehm als Radfahrer oder Fussgänger zwischen qualmenden Autos zu stehen.

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Frust einer CH-Velofahrer-Familie

February 23rd, 2009 · 15 Comments

Muss ich hier einfach mal loswerden.

Da les ich in deutschen Internet-Foren für Radfahrer, Familien, Eltern etc.,  wie diese bereits mit ihren 3-jährigen Kindern, auf deren eigenem 12′-Velo, in die Stadt einkaufen gehen Beispiel. Und wie stolz deren Eltern auf ihre Kinder sind.

Bei uns in der Schweiz wird man schon schräg angeschaut oder muss sich blöde Sprüche  von Nachbarn und Bekannten anhören (habt ihr die Knautschzone beim Velo schon eingebaut?, ist die dicke Jacke deines Sohnes Ersatz für den Airbag? etc.), wenn man mit 9-jährigen mit dem Velo in die Stadt fährt oder nicht wie alle anderen, sie mit dem Auto in die Pfadi oder 5-jährige in den Waldkindergarten bringt. Naturerlebnis ist nur noch eine Freizeitbeschäftigung. “Erfahrbar” wie ein Einkaufszentrum mit Kinder-”paradies”.

Ist das freie Wahl des Verkehrmittels?
Gilt dies nur für Autofahrer?
Kein Wunder nehmen die Aggressionen zwischen Langsam- und Autoverkehr immer mehr zu.

Verkehrspolitik heisst bei uns Privatautopolitik (Milliarden für Autos, Brosamen für den Rest). Öv- oder Langsamverkehrförderung ist nur für die Beruhigung des schlechten Gewissens von Gutmenschen in Regierungen und Parlamenten.

Die Schweiz ist kinderfeindlich und sieht sie nur als Kostenfaktor. Da ändern auch hunderte Millionen für Tagesschulen nichts am Respekt vor den (Bewegungs-)Bedürnissen von Kindern. Im Gegenteil.

Wie soll man den Kindern nachhaltige Moblität erlernen, wenn die Gesellschaft nicht die Möglichkeit dafür zulässt.
Massnahmen gegen Bewegungsarmut sind Turnhallen, Sportclubs, Fitnesscentren etc. aber nicht sich aus eigener Kraft fortbewegen?

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