Leider hat nicht jeder steuerzahlende Bürger unseres Landes das nötige “Kleingeld”, um sich einen Internetzugang leisten zu können.
Obwohl Gemeinden und Städte mittels Steuerausgaben dies fördern. (Bsp. Open-wireless für St. Gallen, Glasfasernetze etc.).
Wer seinen Anbieter wechseln will, steht vor einem kostenintensiven Verfahren.
Es gibt kaum ein Anbieter, bei dem man Internet ohne Telefonanschluss haben kann. Auch wenn die Handykosten billiger sind als der Festnetzanschluss.
Wer also nicht gerade gleichzeitig Telefon- und Internetanschluss bestellt hat, die eine Mindestkündigungsfrist von einem Jahr haben, zahlt bei Anbieterwechsel entweder das eine oder das andere während mehreren Monaten doppelt.
Aber in unserer Microvolkswirtschaft muss man sich nicht wundern, wenn immer weniger Anbieter den ganzen Markt unter sich aufteilen und es kaum Wettbewerb gibt. Die Zeche dh. die hohen Kosten dieser Marktkonzentration (Oligopole und Monopole) zahlt dann der Kunde ohne Möglichkeiten sich zu beklagen. (Beklagen kann man sich schon, nur nutzt es nichts, weil der Anbieter immer am längeren Hebel sitzt).
Meine Blogeinträge werden darum in den nächsten Wochen etwas seltener, da ich auf das Verständnis von Verwandten und Bekannten angewiesen bin, dass diese mir ihren Internetanschluss kurzzeitig zur Verfügung stellen.
Der Zugang zu Information scheint auch in der Schweiz immer mehr nur noch das Privileg von Reicheren zu sein.
Ansonsten verweis ich auf meine älteren Beiträge, die immer noch sehr lesenswert sind und kaum an Aktualität verloren haben. (siehe Tagwolke rechts unten)
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Wiedermal beweist der bürgerlich dominierte Stadtrat (FDP und CVP, denen die Stadt den Ruf als Steuerhölle zu verdanken haben) seine Unfähigkeit ökonomische Zusammenhänge zu erkennen.
Da will er die St. Leonhardsbrücke verbreitern, damit 900 Busse pro Tag an 30′000 Autos vorbeikommen.
Wer verbraucht mehr der raren Fläche in der Stadt? 50 Personen im Stadtbus oder gleichviele Personen allein im Privatauto?
Dabei ist dieses Nadelöhr nur durch den Berufspendlerverkehr (=Freizeitverkehr) überlastet und dies höchstens während 2 Stunden pro Arbeitstag.
Aber die Appenzeller aus steuergünstigen und NFA-subventionierten Gemeinden wollen ja auch einen schnellen Anschluss ans Nationalstrassennetz. Natürlich finanziert durch die Steuerabgaben, die die Stadt als Wirtschaftszentrum leistet.
Da will man Tunnels für die Appenzeller Bahn am Riethüsli oder für Busse von der Kreuzbleiche zum Bahnhof planen. Als wären die Belastungen durch Lärm, Abgase, Gefahren in der Stadt durch die VBSG grösser als durch den motorisierten Individualverkehr.
Wieso kein Tunnel von der Stadtgrenze beim Riethüsli zur Autobahn und von der Autobahnausfahrt Kreuzbleiche zu einer unterirdischen Parkgarage zB. unter dem Bahnhofplatz. Selbstverständlich gemäss Verursacherprinzip finanziert von der ganzen Agglomeration und nicht wieder nur von der städtischen Bevölkerung, von denen 1/3 aller Haushalte über kein Auto verfügt, während Appenzell weltweit die Region mit der höchsten Autodichte ist.
Statt die Steuerbelastung insbesondere von Unternehmen in der Stadt zu reduzieren, um Arbeitsplätze zu sichern, damit diese ihre ganze Firma infolge der hohen Abgabenlast nicht ins Ausland auslagert, werden trotz infolge der Weltwirtschaftskrise zukünftig spürbar tieferen Steuereinnahmen, massive Investitionen ohne volkswirtschaftlichen Mehrwert getätigt (Bsp. auch: 100te Millionen für Platzverschönerungen).
Die Standortkonkurrenz der Stadt St. Gallen ist nicht in AR, AI, TG etc. sondern im Vorarlberg, süddeutschem Raum oder Zürich.
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Ich frag mich, ob das Geld von Parteien nachhaltig eingesetzt wird.
Wenn ich Plakate, Inserate, Flyers von Parteien etc. anschaue, dann wird dort mit ein paar Schlagworten geworben, gegen die wohl kaum einer etwas einzuwenden hat: mehr Sicherheit, Erhaltung von Arbeitsplätzen, Wirtschaflichkeit, grüne Umwelt etc. etc.
Auch bei Standaktionen in Fussgängerzonen stimmt Aufwand und Ertrag kaum.
SVP und Blocher haben nicht nur wegen ihrer Milliarden an Wähleranteil zugelegt.
Sondern weil ihnen die Medien eine Plattform geboten haben. Ohne SF-Arena hätte Blocher nie so einen Kultstatus erreicht.
Sein Vorteil war seine mediale Attraktivität, die ihm zur Verbreitung seiner Ansichten und Meinungen geholfen hat.
Was fehlt ist eher Transparenz für und Interaktion mit dem Bürger.
Wieso werden zB nicht alle Parlaments-, Kantonsrats-, Gemeinderatsdebatten zumindest im Internet übertragen. Ein paar Webcams würden reichen. Mikrofone sind ja meist schon vorhanden.
Auch SFinfo, Telebärn, TVO und Konsorten könnten statt ständige Wiederholungen mal sowas senden (kriegen schliesslich Konzessionsgelder).
Auch könnte man in Parlamentsgebäuden Zimmer einrichten, wo sich Politiker per Webcam spontan an die Öffentlichkeit richten, zusammen ohne Moderation diskutieren etc. könnten.
Ausserdem müsste jede Gemeinde, Kanton ein Bürgerforum einrichten.
Wer nicht gerade “Stammtischbesucher” ist, hat kaum Möglichkeiten sich zB. über Sinn einer neuen kommunalen Turnhalle mit anderen auseinanderzusetzen.
Leserbriefe sind nur ein dürftige Möglichkeit für einen Dialog und vor allem nicht jedermanns Sache.
Das Intenet bietet die einmalige Chance in unserer monopolisierten Medienwelt (eine Microvolkswirtschaft wie die unsere ist aufgrund ihrer Kleinheit und trotz des Preisdruckes nicht fähig für genügend Konkurrenz zu sorgen, sondern neigt systembedingt zu immer mehr Monopolen und Oligopolen), unsere verstaubte, antiquierte, nostalgische, folkloristisch aber letztendlich einzig richtige direkte Demokratie wieder neues Leben einzuhauchen durch mehrvermehrte Konkurrenz der Meinungen, Ideen, Ansichten der Bürger nicht der Politiker.
Nur Dialektik der Bürger, nicht der Parteien, führt letztendlich zum besten und allgemein akzeptierten Resultat und dies sogar unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten einer Einzelperson.
Übrigens: wie finanzieren sich Parteilose?
Parteien sind ein Auslaufmodel.
Besser die Diskussion der Bürger unterstützten, als staatliche subventionierte Füdliputzer. Die Menschen müssen dringenst wieder zur Übernahme ihrer Eigenverantwortung gezwungen werden statt dass sie sie nur an Parteienlisten delegieren können.
Ohne Eigenverantworung keine Demokratie.
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Der Stadtrat subventioniert Bäder in der Stadt aus Gründen der Gesundheitsprävention, sportlichen Ertüchtigung und vernünftigem Freizeitverhalten.
Tönen ja sehr nobel diese Beweggründe. Haben diese Ansprüche auch Gemeinderäte aus Mörschwil, Speicherschwendi, Häggenschwil, Berg, Speicher, Rehetobel, Teufen etc. etc. für ihre Bewohner?
Ich spule 80% meiner Mobilität mit dem Fahrrad ab: beim Arbeitsweg, beim Einkauf, in der Freizeit. Scheint gemäss Stadtrat weniger sinnvoll, da er nicht mal einen Bruchteil des Betrages, die er für Unterstützung der Schwimmer investiert, für Velofahrer ausgeben will (brauch ich auch nicht. Mit weniger berhinderndem Autoverkehr und VBSG-Bussen wäre mir schon mehr als genügend gedient).
Ich brauche kein Sportangebot, da ich mich im Alltag schon genügend bewege, wenn auch mit massiven Einschränkungen durch MIV und öV.
Oder anders gesagt: braucht ein Bauarbeiter ein von der Krankenkasse subventioniertes Fitnessstudioabo?
Da liest man in unzähligen Leserbriefen im Tagblatt, wie Agglos ein zusätzliches Hallenbad in St. Gallen fordern.
Wieso finanzieren die ihr Hallen- und Freibad nicht selbst?
Im Gegenteil: wer zB in Mörschwil wohnt und ins Blumenwies baden geht, wird von seiner Gemeinde noch finanziell unterstützt, da Mörschwil sich dadurch ein eigenes Hallenbad spart.
Das Defizit der städtischen Bäder aber finanziert einzig und allein der Stadtsteuerzahler.
Es ist absehbar, dass der Stadtrat inkl. Statdparlament auf diese Forderungen der Agglos eingehen und für den Grossteil der daraus resultierenden Kosten die Stadtbürger bluten lassen.
Viele vor allem der ausländischen Wohnbevökerung, Kosovaren, Türken, Serben, Bosnier, Tamilen, Afrikaner etc. benutzen dieses Freizeitangebot nie, vor allem weil es für sie zu teuer ist (die Stadt muss dann aber Gratis-Schwimmunterricht an Schulen finanzieren getarnt als Bildungsausgaben).
Trotzdem müssen sie aber aufgrund der hohen Abgaben und Steuerpolitik unserer Stadt, die Bedürfnisse von Auswärtigen aus der steuergünstigen Agglo, vielfach im teuren Einfamilienhaus wohnend, mitfinanzieren.
Wann merkt unser Stadtrat endlich, das er Stadtrat der Stadtbürger ist und nicht der Region.
Würden Stadtbürger solche Infrastruktur, die auch den Agglos zu Gute kommt, nicht finanzieren, würde schnell der Kanton/Bund einspringen.
Wäre es so schlimm, wenn die Steuerquote von Kanton und Bund höher wäre und dafür diejenige des Wirtschaftszentrums St. Gallen, wo die meisten Arbeitsplätze liegen, tiefer?
Wenn schon Unterstützung durch die Stadt, dann brauchen wir in der Stadt eine Tarifgestaltung, die nur Einheimische subventioniert und von Auswärtigen einen kostendeckenden Preis verlangt.
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Ob eine einzelne Sportart/Privatvergnügen einzelner dermassen von der öffentlichen Hand unterstützt werden muss, insbesondere da sie für die meisten “Akteure” eine Passivsportart ist, sei mal dahingestellt.
Trotzdem werden nun Stimmen laut, besonders von Auswärtigen, die fordern, dass sich die Stadt an den Sicherheitskosten des Fussballclubs St. Gallen mehr finanziell beteiligen muss.
Seit Umzug in die AFG-Arena profitiert auch kaum mehr das städtische Gewerbe durch Fussballanhänger. Also auch da kein Mehrwert für Stadtbürger.
Ausser Spesen nichts gewesen.
Das Stadion hätte darum in einer Agglogemeinde erstellt werden müssen. Dann hätte der Kanton dieser Gemeinde schon längst massiv unter die Arme gegriffen und die Stadt hätte viele Steuerfranken gespart.
Sind denn die Hooligans und Randalierer bei Fussballspielen hauptsächlich Stadtbürger?
Sind denn die zu schützenden Match-Zuschauer und andere Unbeteiligte hauptsächlich Stadtbürger?
Nein.
Es sind vor allem Auswärtige, die glauben auf fremden Territorium, wo sie niemand kennt, erst recht die Sau herauslassen zu können.
Der FC St. Gallen ist schon seit langem der Fussballclub der Ostschweiz und nicht mehr der Stadt.
Darum soll sich, wenn man das gemäss “Brot und Spiele” für die Verdummung der Bevölkerung unbedingt staatssubventioniert austragen muss, auch die ganze Ostschweiz daran beteiligen.
Von daher begreif ich Herrn Hüppi nicht, dass er selbst als Stadtbürger, Forderungen nur an die Stadt stellt.
Scheinbar weiss er aber, wo es am leichtesten etwas zu holen gibt.
Mich würde ganz allgemein mal eine Kriminalitätsstatistik interessieren, die nicht nur Unterschiede zwischen Ausländern und Schweizern macht, sondern auch zwischen Ortsfremden und Einheimischen.
Das würde wahrscheinlich ganz neue Erkenntnisse liefern.
Wann endlich merkt die Stadt, dass ihr Ruf als Steuerhölle und trotzdem gleichzeitig als regionales Wirtschaftszentrum nicht vereinbar sind?
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Der ständige Lobgesang auf den öV kann ich leider nicht nachvollziehen.
Sicher ist es volkswirtschaftl. inkl. ökologisch sinnvoller, den öV zu benutzen, als alleine in einem 5-Plätzigen Auto zu sitzen.
Aber auch öV ist alles andere als ein nachhaltiges Verkehrsmittel.
Woher kommt denn die Energie=Strom für deren Betrieb? Aus AKWs, Kohle- oder mit dem eingespartem Benzin betriebenen Kraftwerken?
Was an der ständigen Zunahme von Mobilität positiv sein soll, sehe ich nicht.
Das Parlament hat seine Aufgaben nicht gemacht und durch eine intelligente Siedlungspolitk dafür gesorgt, das die Wege für die Bürger kurz bleiben.
Früher arbeitete man 10Std./Tag und wohnte gleich “um die Ecke” und hatte den Einkaufsladen für den täglichen Bedarf gleich nebenan.
Heute arbeitet man 8 Std./Tag hat aber noch 2 Stunden Arbeitsweg nach hause, wo dann vielfach kein Lebensmittelladen, kein Kino, kein Arzt etc. vorhanden ist. Das wird dann als Wohlstandsgewinn verkauft (Mobilität=Lebensqualität?) auch wenn auf Kosten von Ressourcen und Umwelt.
Auch Investitionen in den öV verursachen Mehrverkehr genauso wie auf der Strasse.
Das zeigt der NEAT-Lötschbergtunnel, der statt einer Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene vor allem zu mehr Freizeitverkehr geführt hat. Darum kommt jetzt die Forderung nach noch mehr Steuermilliarden für einen zweiten Tunnel.
Besser eine Abgabe auf umweltzerstörendes, volkswirtschaftskostenverursachendes Verhalten, die dann auf alle Bürger gleichmässig verteilt wird.
Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er lieber die höhere Miete/Steuern/etc. in der Nähe des Arbeitsplatzes bezahlt oder lieber freizeitraubend und teuer pendelt und dafür noch ein bisschen Grün vor der Hütte anglotzen will bevor es dunkelt, während der Städter schon lange in der stadteigenen Badi sich vom Arbeitstress erholt.
Besser den Treibstoffzoll abschaffen oder zumindest teilweise in eine CO2-Steuer zugute aller Bürger umwandeln.
Dann wird nicht ständig zusätzliche neue Verkehrsinfrastruktur vor allem in Randregionen gebaut, weil das Treibstoffkässeli wieder mal übervoll ist. Siehe auch auch probleme-der-randregionen-lost-der-kanton-die-stadt-muss-selbst-fur-sich-schauen. Überall wird Geld investiert, nur nicht dort wo das Verkehrsaufkommen am grössten ist.
Bei Agglomerationsprogrammen werden Millionen und Milliarden Zwangsabgaben zugunsten öV oder MIV umverteilt.
Dabei wird mit jedem zusätzlichen Tunnel, jeder verbreiterten Strasse, jedem Ausbau der Gleisinfrastruktur die zukünftigen fixen Unterhaltskosten für die Allgemeinheit erhöht. Das heisst immer mehr Abgaben/Steuern müssen irgendwo erwirtschaftet werden. Fehlen diese jedoch, wird dann einfach die Staatsquote wieder erhöht oder Schulden gemacht, die zukünfige Generationen begleichen müssen?
Irgendwann sind wir aufgrund unserer hohen Infrastrukturkosten global nicht mehr konkurrenzfähig.
Wenn jemand eine Stunde Arbeitsweg im Auto hat und ein anderer mit dem Fahrrad, dann führt das Verhalten des Autofahrer zu keinster Effizienzsteigerungen unserer Volkswirtschaft, sondern nur zur Nachfrage nach höhrer Verkehrsinfrastuktur=höherer Staatsquote.
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Bei der Diskussion der Staatsrechnung 2008 im Kantonsrat SG regt sich Markus Blum aus Mörschwil im Namen der SVP über die höheren Ordungsbusseneinnahmen auf.
Während die SVP insbesondere bei Jugendlichen, Ausländern und Asylanten nach Verschärfung des Strafrechts ruft, will sie andere schonen.
Vor allem wenn man vergleicht wieviel Tote, Verletzte, allgemein Fremdgefährdung zum Beispiel vom Autoverkehr ausgeht gegenüber denen durch Jugendliche, ist eine Verschärfung der Kontrolltätigkeit des Autoverkehrs eigentlich dringend angezeigt. Und sicher weniger Massnahmen gegen Jugendkriminalität.
Regeln und Gesetze unserer Gesellschaft gelten für alle Menschen in unserem Land. Nicht für die einen etwas mehr und für die anderen etwas weniger.
Genauso wie es Autofahrer gibt, die sich strikt ans Gesetz halten und darum keine Bussen erhalten, gibt es auch Jugendliche, Ausländer und Asylanten, die sich gesetzestreu verhalten.
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Mein Kommentar zum
Leserbrief im Tagblatt v. 4.6.2009 Artikel
Tolerant in der Pension
52 Jahre war ich berufstätig. Dienstleistung Frischprodukte, und davon 21 Jahre im Bereich Partyservice. Mit vielen Autos unterwegs – unter Zeitdruck, in der Verpflichtung auf Pünktlichkeit und auf Zuverlässigkeit. Wie oft war es eine Nervenbelastung, Langsamfahrer und alte Leute am Steuer vor sich zu haben. Am liebsten hätte ich sie auf die Seite gestossen. Meine Nerven hielten, und ich überlebte auch diese Situation. Heute bin ich in junger Pension und möchte ein Vorbild sein. Rücksichtsvoll, eine zügige Fahrweise und tolerant den Vortritt zu lassen, macht mir echt Spass.
Ein Bauer blockiert die Strasse, ich steige aus und teile ihm mit: Macht nur fertig, ich habe Zeit, ich bin ja pensioniert. Diese Dankbarkeit, die ich dann erfahre, ist für mich echte Lebensqualität. Ich will kein Vorzeiger oder Belehrer sein. Nein, ich mach es nur für mich und alle, die beruflich unterwegs sind und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Ich habe noch etwas dazugelernt.
Ich nehme mich total zurück, stelle keine zusätzlichen Ansprüche, lebe meine mögliche Bescheidenheit und freue mich auf jeden guten Kontakt mit Mitmenschen und über Freundschaften.
Ja, so kann man sich die Zeit in der Pension etwas versüssen. Es braucht eigentlich wenig. Ein kleines bescheidenes Vorbild möchte ich schon sein. Aber eben nur für mich und in meiner Umgebung.
Karl Bürge Wiesentalstr. 8, 9204 Andwil
Wenn man schon als Pensionär genügend Zeit zur Verfügung hat , wieso muss man dann durch Autofahren zusätzlich die Strasseninfrastruktur belasten, nebst dem Lärm, Gefahren, Abgase die man verursacht?
Er könnte sich Einkäufe auch schicken lassen, in seiner Gemeinde Mitfahrgelegenheiten anbieten, den öV benutzen, er hat ja als Rentner genügend Zeit oder einfach näher zu Geschäften zügeln. Dann kann er sogar zu Fuss oder mit dem Velo gehen.
Jemand der in Andwil wohnt, ist auf Infrastruktur in anderen Gemeinden angewiesen. Nur finanziert er sie nicht mit, erhöht dadurch aber die Belastung von Wirtschaftszentren durch höhere Steuern und Abgaben.
Auf diese ist er aber angewiesen zur Finanzierung seiner AHV und BVG.
Es ist überhaupt unverständlich, dass es Menschen gibt, die dank Renten vom Staat, ohne zu arbeiten so reich sind, dass sie sich ein Auto leisten können. Die wären auch in der Lage, selbst für ihre Vorsorge verantwortlich zu sein.
Aber genau daran kranken alle unsere Sozialwerke, dass man sich durch Lohnabzüge jegwelcher sozialen Eigenverantwortung entziehen kann.
Es wäre echt tolerant und ein Zeichen von Rücksichtnahme gegenüber der hart arbeitenden Bevölkerung, wenn man deren Erwerbserzielung durch Befriedigung eigener privater Bedürnisse nicht unnötig behindert.
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Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat beschlossen dem Metropolitanraum Zürich beizutreten.
Hat er den Wirtschaftsstandort Ostschweiz bereits aufgegeben?
Sieht er nicht, dass die Ostschweiz im Verbund mit dem süddeutschen Raum und dem Vorarlberg zu den wirtschaftlich stärksten Region von Europa gehören würde, wären nicht diese lästigen wirtschaftsentwicklungshemmenden Staatsgrenzen?
Die gemeinsame Kultur der Menschen im Bodenseeraum mit ihrer Rechtschaffenheit, Innovationskraft, hohem Mass an Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft etc. ist doch einem anonymen Wirtschaftszentrum wie Zürich, das Menschen nur aufgrund hoher Lohnaussichten anzieht, weit überlegen. Zudem bietet unsere Region ein zuhause, wo man sich wohl fühlen kann, weil man auf Menschen trifft, die ähnliche Bedürfnisse haben, weil sie ähnlicher Naturgegebenheiten ausgesetzt sind und immer waren und sich ihrem Lebensmittelpunkt verbunden fühlen statt dies nur als Zwischenstation empfinden.
Was nützt mir die teure Penthousewohnung mit Züriseesicht, wenn ich mit meinem direkten Nachbarn keinerlei Kontakt habe oder gar bei Wohneigentümerversammlung nur Streitigkeiten ausgetragen werden.
Wenn die Menschen, die ich schon dutzende Male vor meinem Haus auf dem Trottoir getroffen habe, meinen Gruss immer noch nicht erwidern, sondern mich nur komisch anblicken?
Es braucht endlich ein Europa der natürlich gewachsenen Regionen statt künstlich geschaffene Gebilde wie Nationalstaaten.
Als Ostschweizer fühle ich mich einem Lindauer, Bregenzer, Konstanzer, Dornbirner näher als einem Walliser.
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Sehr geehrter Herr Regierungsrat Haag
Sie unterstützen die Forderung nach einer Südspange in der Stadt St. Gallen.
Sie sehen aber, dass der Verkehr hausgemacht ist, fordern aber Gelder des Bundes statt die heimische Bevölkerung für ihre selbst verursachten Probleme selbst bezahlen zu lassen.
Sie wollen den Langsamverkehr gleichfalls fördern wie auch den öV.
Werden aber gleichviel Steuergelder in den Langsamverkehr investiert wie in den Ausbau der Autostrassenkapazität? Oder wird wieder ein Verkehrsmittel massiv bevorzugt?
Wo die Ressourcen begrenzt sind (Verkehrsfläche) müsste doch jeder ökonomisch denkende Mensch nach mehr Effizienz streben.
Der MIV insbesondere der private ist aber das ineffizienteste Verkehrsmittel in der Stadt (1,2 Personen/Fahrzeug inkl. die benötigte Abstellfläche auf teurem innerstädtischem Boden).
Das zeigt zudem auch der Blick auf die Benzinuhr. (Energieeffizienz bei Gebäuden aber nicht bei der Mobilität?).
Was in St. Gallen fehlt, ist eine nachhaltige Investition in den bisher kaum beachteten kombinierten Verkehr. Park&Ride-Anlagen am Stadtrand mit schnellen öV-Verbindungen ins Zentrum und städtischen Gratisvelos. Mehr Velotransportkapazitäten in Bussen und Bahnen. etc. etc.
Wieso kann man nicht von der Autobahnausfahrt unterirdisch direkt in eine Tiefgarage, sondern muss sich zuerst durch Wohnquartiere quälen?
Wieso die Appenzeller-Bahn beim Riethüsli anstatt den Strassenverkehr unterirdisch und diesen direkt zum Kreuzbleicheautobahnanschluss leiten?
Wieso die tagsüber freistehenden Parkplatzkapazitäten in den Einkaufszentrum am Stadtrand nicht für Berufspendler mit P&R verwenden (günstige Parkgebühr und Busbillet für Hin- und Rückfahrt bereits enthalten).
Wieso muss der Autoverkehr von der Kreuzbleicheautobahnausfahrt oberirdisch geführt werden, um dann wieder bei der zukünfigen Fachhochschule unter die Erde in der Tiefgarage zu verschwinden?
Das ganze Bahnhofsareal von der Fachhochschule bis zum Bahnhofplatz könnte man als riesigen zentralen unterirdischen Parkplatz ausbauen mit direkten Tunnelanschuss an die Autobahn und so die ganzen innerstädtischen Strassen vom Autoverkehr entlasten.
Selbst mit 40km/h ist man auf der Autobahn schneller und effizienter durch die Stadt als innerorts und würde dadurch erst noch die Strassenkapazität der Autobahn massiv vergrössern.
Ich finde, ein Auto in der Stadt ist so sinnvoll wie ein Fahrrad auf der Autobahn. Obwohl der einte nur sich selbst gefährdet und der andere vor allem Schwächere.
Nicht umsonst stehen viele der schönsten Häusern der Stadt an den verkehrsreichsten Strassen, weil sie mal die privilegiertesten Standorte waren, bevor sie der Autoverkehr zu billigen Ausländerquartieren degradierte mit entsprechenden sozialen Kosten, die dann besonders bei Schulen anfallen.
Ich hoffe, dass ich Sie mit meinen paar wenigen Vorschlägen, unterstützen kann, damit St. Gallen als verkehrstechnisches Vorzeigeobjekt für die Schweiz vom Bund mehr Unterstützung findet und als zentrales Wirtschaftszentrum der Ostschweiz weit über die Region als innovativer Standort wahrgenommen wird.
So viel Steuergelder investieren zu können ist auch eine einmalige Chance.
Mit freundlichen Grüssen
karlo.swissblog.ch
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